Kultur im Doppelpack- Doppelkirche in Schwarzrheindorf und Burg Lede

Aus der Reihe "Besuche in unserer Nachbarschaft"

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“, diesem Motto frönten am 25. Oktober 30 Mitglieder des Meckenheimer Bürgervereins, als sie unter der Leitung von Dr. Brigitte Kuchta die Schwarzrheindorfer Doppelkirche und die Vilicher Wasserburg Lede besichtigten.

Auch wenn der Busbetrieb des VRS eine pünktliche Abfahrt in Meckenheim noch verhinderte, tat dies der Besichtigungsfreude an der ersten Station, der Doppelkirche in Schwarzrheindorf, keinen Abbruch. Unter der sachkundigen Führung einer Beueler Bürgerin, die zudem langjähriges Vereinsmitglieds ist, wurde den Besuchern die nahezu neunhundertjährige Geschichte der Kirche mit all ihren historischen Winkelzügen und der beeindruckenden Restaurierung des ehemaligen Benediktinerklosters und heutigen Pfarrkirche St. Maria und St. Clemens vor Augen geführt. 

Vor der Doppelkirche Doppelkirche Vor der Burg Lede
Burg Lede Kueche der Burg Lede Garten von Burg Lede

Nach kräftigender Mittagspause im benachbarten Dorfgasthof Assenmacher ging es zu Fuß zur zweiten Station, der unweit entfernten Wasserburg Lede. Etwas abseits, in einer bewaldeten Niederung gelegen, entfaltet der frühere Stammsitz des Ritters Johann Schillink, damaliger Hofmeister des Kölner Erzbischofs Wilhelm von Gennep, seit dem 14. Jhd. seinen „verwunschenen“ Reiz. Auch hier wurde den Exkursionsteilnehmern die wechselvolle Geschichte des Anwesens, das über die Jahrhunderte vielfach umgebaut wurde und eine Vielzahl wechselnder Besitzer bis zu den heutigen Eignern hatte, anschaulich nahegebracht. 

Die Besichtigung zweier kulturgeschichtliche Kleinodien in unmittelbarer Nachbarschaft erfüllte die hochgesteckten Erwartungen aller Exkursionsteilnehmer und bestätigten zugleich die Richtigkeit der althergebrachten Lebensweisheit, nach der das Gute tatsächlich nahe liegt.

Text: Treche, Fotos: Treche/Kuchta