Silvesterreise Bürgerverein Meckenheim nach Magdeburg vom 29.12.2025 bis 2.1.2026
Am 29.12.2025 traf sich die krankheitsbedingt leider auf 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reduzierte Reisegruppe pünktlich um 08.00 Uhr zur Abfahrt mit dem Bus der Fa. Jablonski Reisen am Preuschoff Stadion in Meckenheim.
Unter der bewährten Führung von Rotraut de Haas sowie dem ebenso bewährten Ehepaar Elisabeth und Stefan Reitler, er als Fahrer, sie als engagierte Betreuerin der Reisegäste, führte die erste Etappe der Fahrt zur Gedenstätte Deutsche Teilung Marienborn.
Die Grenzpassage Helmstedt/Marienborn gehört zu den herausragenden Orten der Erinnerung an die deutsche Teilung. Die DDR Grenzübergangsstelle war der größte und wichtigste Kontrollpunkt an der innerdeutschen Grenze.
Bei der ca. 2 ½ stündigen, sehr informativen Führung durch die Abfertigungsbereiche und Kontrollgaragen stellte sich bei sicher einigen Teilnehmern, die dort die DDR Grenze auch als Berlin – Besucher in der Vergangenheit passieren mussten, wieder das bedrückende Gefühl der Überwachung ein. Auch die kalte, graue und nasse Witterung unterstrich an diesem Tag diesen Eindruck! Anschließend Weiterfahrt nach Magdeburg. Unser Maritim-Hotel erreichten wir am frühen Abend.
Eine sehr schöne Unterkunft, deren Architektur im Inneren etwas an ein Kreuzfahrtschiff erinnert. Nach üppigem Buffet klang der Tag in der gemütlichen Piano-Bar aus.
Am nächsten Morgen traf sich die Gruppe mit dem Stadtführer Kurt Krause. Rundfahrt mit dem Bus durch das mit vielen beleuchteten Objekten sehr schön herausgeputzte Magdeburg.
Nachfolgend Weiterfahrt zum Wasserstraßenkreuz Hohenwarthe/Möser. Dort überquert der Mittellandkanal die Elbe. Bereits 1938 wurde das imposante Schiffshebewerk Rothensee fertig gestellt, das den Höhenunterschied zwischen Mittellandkanal und dem Verbindungskanal zur Elbe herstellte.
Nach der Wende wurde mit dem Projekt Deutsche Einheit Nr. 17 im Jahr 2003 die Kanalbrücke Magdeburg ( Trog-Brücke ) über die Elbe fertiggestellt. Damit wurde das alte Hebewerk überflüssig. Es wird jedoch als Denkmal weiter betrieben.
|
![]() |
|
Weiter mit dem Bus nach Jerichow mit Fotostopp am ältesten im 12. Jahrhundert aus Backstein gebauten, gleichnamigen Kloster Deutschlands. Von dort Fahrt zur Hansestadt Tangermünde. Beeindruckend die massive, hohe Stadtmauer aus Backstein mit dem Neustädter- sowie Elbtor. Durch Letzteres ritt schon Kaiser Karl IV. 1373 in die Stadt ein.
Besichtigung der schönen St. Stephans-Kirche mit der Astronomischen Uhr mit Mondphasen, Sternenhimmel, Tierkreiszeichen und Tageslängen des Lichtes.
Sehr interessant auch, wie seit mehr als 10 Jahren der Holzwurmbefall am uralten Chorgestühl, Altar und den Balken des Glockenstuhls mit dem Einsatz von Schlupfwespen nachhaltig auf ein Minimalmaß reduziert wird. Ein sehr informativer Stadtrundgang mit Kurt Krause!
Anschließend Rückfahrt nach Magdeburg. Nach dem Abendbuffet lockte wieder die Piano-Bar.
Am nächsten Silvestertag stand am Vormittag, nach einer nochmaligen Stadtrundfahrt, die Besichtigung mit Führung durch den Magdeburger Dom auf dem Programm. Die Reisegruppe wurde geteilt und Frau Meyer führte die zweite Gruppe.
Der Dom ist die erste gotische Kathedrale Deutschlands ! Dort ist auch die Grablegung des Deutschen Kaisers Otto des Großen und seiner ersten Frau Editha.
Eine sehr informative, interessante Führung! Der Rest des Tages bis zum Abend dann zur freien Verfügung.
Am Abend die Silvester–Gala im Maritim. Sehr schön dekorierte Tische. Auf der Bühne ein DJ, im Abendprogramm noch eine Künstlerin mit atemberaubender Performance.
Üppiges Gala-Buffet. Um Mitternacht fröhlicher Sektumtrunk mit „Mitternachtssüppchen“ Im Neuen Jahr am späteren Vormittag noch eine Führung, dieses Mal unter der Leitung des Ehepaares Krause in und auf der Grünen Zitadelle. Es ist eines der letzten Bauwerke von Friedensreich Hundertwasser. Eine Symbiose von Natur und Kunst.
Die „Oase der Menschlichkeit“, ein Paradies, in dem man nicht nur wohnen, arbeiten und genießen kann. Der Name des Hauses hat seine Grundlage im grasbewachsenen Dach mit einer großen Anzahl gepflanzter Bäume. Diese nannte er „Baumbewohner“, deren Pflege den Mietern oblag. Eine Vernachlässigung war ein Kündigungsgrund!
Leider hat Hundertwasser die Fertigstellung nicht mehr erlebt.Anschließend Fahrt zur Oper Magdeburg und zum dort stattfindenden Neujahrskonzert des Philharmonischen Orchesters Magdeburg. Ein bei allen Besuchern und Besucherinnen wohl noch lange anhaltender Nachmittag!
Die norwegische Gastdirigentin Cathrine Winnes, bekannt für ihre mutigen und innovativen Programmgestaltungen, zeigte eine unglaubliche Präsenz und begeisterte mit dem Philharmonischen Orchester das Publikum. Standig Ovation!
Letzte Nacht im Hotel. Am nächsten Morgen um 09.30 Uhr Rückfahrt nach Meckenheim, wo wir am späten Nachmittag wohlbehalten wieder eintrafen.
(Text/ Fotos) Albert Vanderbrück
